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Sankt Martins.Brauchtum

nVon Martin wird erzählt, dass er vor seiner Taufe dem Bettler am Stadttor von Amiens begegnet sei, für den er seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Hälften teilte.
In der Nacht erschien ihm Christus, mit dem Mantelstück umhüllt.
Er hatte ihn in der Gestalt des Bettlers geprüft.
Die Legende geht auch von der Darstellung Martins als Bischof mit einer Gans aus.
Sie gründete sich auf die Sage, wonach sich Martin versteckt habe, um nicht zum Bischof gewählt zu werden, aber von einer Gans verraten wurde.
Der mantelteilende Martin regte zum "Martinsritt" am 11. November, seinem Todestag an.
Dem Reiter folgt ein Zug laternentragender Kinder, die er dann auch beschenkt.
Maskenumzüge an seinem Festtag erinnern an den Karnevalsbeginn am 11.11 um 11:11 Uhr.
Der Martinstag war im Bauernjahr der wichtigste "Lostag" der Beginn oder das Ende vom Dienst und anderen Verpflichtungen, der Zahltag für Schulden und des Arbeitslohns und der Tag des Festessens mit der Martinsgans, zu der sich in einigen Gegenden das Martinsgebäck gesellte.
Auch der Martinstrunk und die Weinprobe fallen auf diesen Tag, das letzte laute Fest vor der stillen Zeit des Advents.
St. Martin ist heute ein Beschertag, an dem die Kinder bei Verwandten, Paten und in der Nachbarschaft "Heischelieder" vortragen und dafür kleine Geschenke erhalten.

Martini-Essen 1981

Im November 1981 lud der Ortsrat die Bültener Bürger erstmals zu einem Martini-Essen in die Gastwirtschaft Brüggeboes ein.
Im ersten Teil dieses Abends begrüsste der Ortsbürgermeister Henri Brüggeboes die anwesenden "Lüttjen Bültener" Bürger sowie die Gäste und gab eine kurze Übersicht der Geschehnisse und Aktivitäten in der eigenen Gemeinde.
Ein Jahresbericht über die Situation der Gemeinde Ilsede bezüglich Finanzen, des Strassenbaus, der Sportplätze und Turnhallen schloss sich an.
Lebhafte Diskussionen und Fragen hierzu blieben nicht aus.
Der zweite Teil des Abends gehörte ganz dem Braunkohl-mit Brägenwurst-Essen.
Ein gut gezapftes Bier und ein "Kurzer" (oder auch mehrere) fehlten dabei nicht.

Dieser Abend fand bei allen Anwesenden grossen Anklang.
So wurde beschlossen, das Martini-Essen alljährlich stattfinden zu lassen.
Bereits im zweiten Jahr der Wiederkehr erschienen auf Einladung des Ortsrates 140 "Lüttjen Bültener".

© Heimat- und Bergbauverein Klein Bülten von 1997 e.V.
(Text: aus » Bulthem Luttken Bulten Klein Bülten, Die Geschichte des Dorfes Bülten)

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