Erste Dorfolympiade 1980
In den Jahren um 1975-1980 lief im deutschen Fernsehen die allseits beliebte Unterhaltungssendung "Spiel ohne Grenzen" mit Camillo Felgen.
Hierbei mussten Teilnehmer/ innenin sportlich-lustiger Wettbewerbe, zum Teil unter erheblicher Kraftanstrengung und grosser Geschicklichkeit unterschiedliche Aufgaben meistern.
Aufgrund der genannten Fernsehsendung kamen Vertreter mehrerer örtlicher Vereine und der Ortsrat auf die Idee, eine Dorfolympiade als Gemeinschaftsveranstaltung aller Bültener Vereine zu organisieren.
Nach einer längeren Vorbereitungsphase fiel am Sonntag, dem 7. September 1980, der Startschuss zur 1. Dorfolympiade.
Die Wettkampfteilnehmer und viele Einwohner unsres Ortes hatten sich bei gutem Wetter um 9:00 Uhr an der Kapelle eingefunden, um von dort gemeinsam einen Umzug, ausgeführt vom Spielmannszug der Bültener Volksfestgemeinschaft, die Kampfstätte auf dem Bültener Sportplatz im Wald aufzusuchen.
Nach einem Feldgottesdienst durch Herrn Pastor Sabrowski wurden die teilnehmenden Mannschaften und die zahlreichen Zuschauer vom Bürgermeister der Gemeinde Ilsede, Otto-Heinz Ohlendorf, und Ortsbürgermeister Brüggeboes begrüsst.
Ab 10:30 Uhr weteiferten zwölf Mannschaften zu je sechs Spielern/ innen um den olympischen Sieg, die Mannschaften waren
BSC-Fussball,
BSC-Handball,
BSC-Tennis,
BSC-Gymnastikabteilung,
Alt und Junggesellschaft,
Freiwillige Feuerwehr,
Damenschiessclub "Blaue Bohnen",
Spielmannszug des Kegelclubs "Einsame Buben", "Die lustigen Keulen" und "Die letzten Heuler".
Sechs verschiedene Disziplinen mussten unter der Leitung des Oberschiedsrichters Alfred Lange absolviert werden.
So versuchten zum Beispiel auf wackligen Beinen, jeweils zu dritt ein paar Bretter untergeschnallt, die Aktiven akrobatisch einen Wassereimer zu transportieren.
Dem Versuch ein Sack Flöhe zu hüten, kam schliesslich die Übung gleich, eine Schubkarre mit Luftballons über eine Wippe zu schieben.
Wenn auch immer zahlreiche Luftballons das weite suchten, Spass machte der Wettbewerb allen Beteiligten doch.
Nach einem Mittagessen der Feldküche des Arbeitersamariterbundes (ASB), bei dem der Spielmannszug der Volksfestgemeinschaft und die Blaskapelle "Theo´s Musikanten" aus Solschen die Tischmusik lieferten, gestalteten die Bültener Gesangvereine "Viktoria" und "Glückauf" den Aufakt für die Nachmittagsveranstaltung.
Gymnastikdarbietungen, Bogen-und Torwandschiessen, Kegeln auf der Aschenbahn, Ponykutschfahrten und auch die "Energiespartips" des Altenkreises sorgten für kurzweilige Unterhaltung.
Die Frauen des Altenkreises und des hiesigen Deutschen Roten Kreuzes (DRK) boten bei einer Kaffeetafel hausgebackene Torten und wohlschmeckende Kuchen für einen kleinen Obulus zum Kauf an.
Zwischendurch ehrte Ortsbürgermeister Henri Brüggeboes die Siegermannschaften der Dorfolympiade, Bürgermeister Otto-Heinz Ohlendorf zeichnete Dieter Schikorra (Schiki) für seinen Einsatz beim Bau eines neuen Sporthauses, das im September 1979 eingeweiht worden war, aus.
Ausserdem erhielten Hermann Buchmann und Otto Lassan für ihre Mitarbeit am Sporthaus Geschenke des Ortsrates.
"In Bülten gibt es eben doch eine Dorfgemeinschaft" zog der Ortsbürgermeister das Resümee seiner Eindrücke.
Seit 1986 kämpften die teilnehmenden Mannschaften nicht nur um die olympischen Dorfehren, sondern auch um einen Wanderpokal, der nach Abschluss der spassigen Wettkämpfe vom Ortsbürgermeister der Siegermannschaft überreicht wird.
© Heimat- und Bergbauverein Klein Bülten von 1997 e.V.
(Text: aus » Bulthem Luttken Bulten Klein Bülten, Die Geschichte des Dorfes Bülten)
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