Das Feuerlöschwesen und die Freiwillige Feuerwehr in Klein Bülten
von Helmut Wöbbeking und Udo Bellon
Feuerlöschwesen von 1935
Unser Freiwillige Feuerwehr, wie wir sie alle kennen, wurde erst 1935 gegründet.
Und wie war es davor um die Brandbekämpfung bestellt?
Das Jahr 1765 ist bei dieser Frage eine bedeutende Zeitmarke.
Da wurde im Bistum Hildesheim, dem Klein Bülten angehörte, die "Brand-Versicherungsgesellschaft" errichtet bei der alle Häuser versichert sein mussten.
Mit dem jetzt entstandenen Versicheriungsschutz gegen Brandschäden waren Auflagen für die Versicherten verbunden, die Brandverhütungs-und vorbeugende Brandschutzmassnahmen beinhalteten.
Sicher gehörte zu diesen Massnahmen auch die Aufstellung einer Feuerwehr, von der wir allerdings nicht wissen, wie sie organisiert war.
Anfang des 19. Jahrhunderts erging an die Gemeindevorsteher die "Verfügung des Königlichen Amtes über die Feuerverordnung", nach der alle Bewohner eines Ortes zum Feuerschutz verpflichtet wurden.
Die Feuerwehr wurde erstmalig aktenkundig mit einem Brief des Königlich Preussischen Landrates vom 14. November 1905 an den Gemeindevorsteher von Klein Bülten, in dem letzterer aufgefordert wird, binnen 14 Tagen die die Feuerwehr betreffenden neuen Ortsstatuten zurückzunehmen und die alten wieder als gültig zu erklären.
Diese alten Statuten liegen nicht mehr vor.
Es ist sicher anzunehmen, dass es mindestens ab 1880, als die heute noch vorhandene Handdruckspritze angeschafft wurde, in Klein Bülten schon eine Pflichtfeuerwehr gab.
Alle tauglichen Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren waren verpflichtet, bei Bränden Löschhilfe zu leisten, und das nicht nur im eigenen Ort, sondern auch in den Nachbardörfern.
Wie eine Pflichtfeuerwehr organisiert sein sollte, war genau in einer Polizeiverordnung von 1901 festgelegt.
Das Löschwasser wurde den gemeindeeigenen und privaten Brunnen entnommen.
Der Brunnen vor unserem Festplatz, gegenüber Landwirt Wittenberg, der auch jetzt noch der Feuerwehr als Saugstelle dient, war einer der öffentlichen Brunnen; der zweite war der vor dem Feuerwehrgerätehaus.
Dieser wurde 1909 von dem hiesigen Maurer L. Decker im Auftrag der Gemeinde gebaut.
Die im Dorf gelegenen Teiche waren keine ergiebigen und zuverlässigen Loschwasserreservoire: sie waren im wesentlichen Viehtränken, die nur von Schneeschmelzwasser und Regen gespeist wurden.
Einer davon war der rote Teich (namensgebend für die Teichstraße), auf dem Platz gelegen, auf dem heute das Feuerwehrhaus steht.
Ein weiterer befand sich auf dem Anwesen der ehemaligen Bäckerei (in der Nähe der Saugstelle am Festplatz).
Verbessert wurde die Löschwasserversorgung erst 1940 durch den Bau einer 100 Kubikmeter fassenden Zisterne auf dem Gemeindegrundstück zwischen dem Weg, An der Kapelle und dem Wittigschen Hof.
Bei Sanierungsarbeiten am Trinkwassernetz, die der Wasserbeschaffungsverband Peine 1955 durchführte, wurden 47 Hydranten im Ort installiert und damit die Löschwasserversorgung sichergestellt.
Zur Unterbringung der Gerätschaften, insbesondere der Feuerspritze, gab es ein Spritzenhaus.
Das war zuerst ein Holzschuppen im Garten des Bauern Grote, Ecke Alt-Klein-Bülten, Teichstraße.
Der wurde 1909 ersetzt durch ein Mauerstein-Spritzenhaus am Rande des Roten Teiches.
Dieses hatte noch keinen Schlauchturm, aber wie damals üblich, einen vergitterten und gut gesicherten Raum, die Arrestzelle, in die der Landjäger "polizeich auffällige Personen" einsperren konnte.
Wer kennt nicht aus seiner Kindheit die Drohung der Erwachsenen "...dann wirst Du ins Spritzenhaus gesteckt!"
Neben der Feuerspritze gehörten noch Feuerhaken, Leitern, Äxte und Leinen zur Ausrüstung der Wehr, die alle ihren Platz im Spritzenhaus hatten.
Leitern und Feuerhaken waren noch zusätzlich von aussen an der Scheunenwand des Groteschen Hofes (gegenüber dem Haus An der Kapelle 2) aufgehängt, so dass sie im Ernstfall sofort von jedermann benutzt werden konnten.
Einige Fahrzeuge zum Transport von Geräten und Mannschaften hatte die Feuerwehr in ihrer Frühzeit nicht.
Stattdessen wurden die Bauern im Ort zu Spanndiensten verpflichtet, die sie im Brandfall ohne Zögern zu leisten hatten.
Die Namen der Männer, die vor 1935 in der Pflichtfeuerwehr die Aufgaben des Brandmeisters wahrnahmen, sind durch keine Aufzeichnungen überliefert.
Else Böker, Alt Klein Bülten 24, erinnert sich, dass ihr Vater Carl Deckmann, damals auf dem Hof Teichstrasse 6 ansässig, vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr dieses Amte innehatte.
Die Freiwillige Feuerwehr Klein Bülten
Protokoll der Gründungsversammlung am 17. März 1935, letzter Absatz:
...sprach Kreisfeuerwehrführer Busse das Schlusswort, worin er u. a. hervorhob, dass das höchste Ziel der Wehr sei, den Kameradschaftsgeist zu pflegen und dahin zu streben, das Volksgut zu schützen, und so den Zielen unseres Führers zu dienen.
Ein dreifaches "Sieg Heil" auf unseren geliebten Führer schloss die Versammlung.
Den Lesern dieser Chronik sind derartige Redewendungen nicht mehr fremd; sie sind Ausdruck der alten Deutschen abgeforderten Unterstützung der NS-Ideologie.
In der Zeit des Dritten Reiches wurden auch die Feuerwehren "gleichgeschaltet", einige schon vor 1935, andere später.
Das Wichtigste aus dem Gründunngsprotokoll:
-Namensänderung in Freiwillige Feuerwehr Klein Bülten
-Genehmigung der Mustersatzung (herausgegeben von Feuerwehrverband der Provinz Hannover).
-Die 38 anwesenden Kameraden wurden von Kreisfeuerwehrführer "feierlich vereidigt".
-Zum ersten Feuerwehr-Führer wurde der Bauer Heinrich Wittenberg gewählt.
-Der Führer ernannte zu seinem Stellvertreter den Lokomotivführer Karl Prange, zum Löschmeister den Erzauslasser Willi Dettmer zum Schrift-und Kassenwart den Büroangestellten Ewald Bertram, zum Gerätewart den Schmied Fritz Bartsch und zu dessen Vertreter den Schlosser Hermann Burmester, zum Elektrotechniker Wilhelm Bock und zum Sanitäter Bauer Adolf Becker.
-Der Jahresbeitrag wurde auf 1,50 RM für Aktive und auf 3,00 RM für Passive festgesetzt.
Noch im gleichen Jahr erhielten die Feuerwehrmänner neue Uniformen, wie Henri Brüggeboes, ein schon verstorbener Bültener, sich aus seiner Jugendzeit erinnerte.
Davor, so die Aussage anderer Zeitzeugen, hatte die hiesige Feuerwehr keine Uniformen.
Weisungsbefugnisse gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr hatte die Polizei.
Mit Verfügung vom 29. Oktober 1936 bestimmte der Fw-Reichsführer und Chef der Deutschen Polizei, dass Feuerwehrleute kein Amt im Reichsluftschutzbund übernehmen dürften.
Offiziell hiess die Feuerwehr jetzt Feuerschutzpolizei, eine Bezeichnung, die sich aber nicht einbürgerte.
Aus der Zeit vor 1935 ist nichts bekannt von gezielter Unterweisung der Feuerwehrmänner im Löschwesen, jetzt aber sollten Dienst-und Löschvorschriften befolgt und praktische Übungen abgehalten werden.
So wichtig erschien das wohl nicht allen Mitgliedern, denn Brandmeister Wittenberg musste seine Kameraden dringend ermahnen, sich häufiger an den angesetzten Übungen zu beteiligen.
Ein herausragendes Ereignis war 1940 die Übergabe des neuen Gerätehauses, das trotz des kriegsbedingten Mangels an Baumaterial noch fertiggestellt worden war.
Darüber berichtete die Peiner Zeitung mit der Schlagzeile:
Neue Feuerwache in Kleinbülten.
Ein neues Wahrzeichen-der 18 m hohe Schlauchturm.
Sie lobte das Gerätehaus als einen zweckentsprechenden Bau, der innen wie aussen eine vorbildliche, geschmackvolle Anlage zeige.
Im Laufe der Kriegsjahre kam das Vereinsleben auch bei der Feuerwehr mehr und mehr zum Erliegen, denn nicht wenige der Aktiven waren zur Wehrmacht eingezogen worden.
Die letzte Versammlung, die neuerdings Dienstbesprechung zu heissen hatte, fand am 13. April 1941 statt.
Mit Runderlass vom April 1941 forderte die Reichsregierung die örtlichen Wehrführer auf, die Schlagkraft der Feuerwehren durch Heranziehen von "Ergänzungskräften" (Hitlerjugend und andere geeignete Einwohner) zu erhalten.
Dadurch blieb die Einsatzfähigkeit der Wehren auch während des Krieges erhalten.
1945 und danach
Der Bezirks-und Kreisfeuerwehrführer Helmke wurde von der Militärregierung beauftragt, ihre Vorschriften an die örtlichen Feuerwehren weiterzuleiten. und die Landräte bei der Neueinteilung der Feuerwehren zu unterstützen.
Die erste Nachkriegs-Versammlung der hiesigen Feuerwehr ist mit Datum vom 1. Juni 1947 protokolliert: sie wurde von nur 13 Feuerwehrkameraden besucht.
Die Kriegsereignisse, Wohnungswechsel und andere Gründe hatten die Mitgliederzahl schmelzen lassen.
Die Versammlung beschloss, bei den Kameraden, die sich zwei Jahre und mehr nicht am Dienst beteiligt hatten, nachzufragen, ob sie weiter in der Wehr verbleiben wollten.
Die Aktion hatte Erfolg.
Die nächste, im April 1948, einberufene Versaammlung fand mit 19 Teilnehmern statt.
Brandmeister Wittenberg informierte über ein Treffen aller Brandmeister des Kreises Peine, und er gab das Übungs-und Wettkampfprogramm für das laufende Jahr bekannt.
Wie man sieht, nahm alles wieder seinen gewohnten Gang, die Freiwillige Feuerwehr Klein Bülten hatte den Krieg hinter sich gelassen.
Unsere Brandmeister
Heinrich Wittenberg-1935-1950
Wilhelm Grote-1950-1951
Karl Klenk-1951-1961
Erich Burmester-1961-1964
Ernst Klages-1964-1972
Jürgen Reinsch-1972-1982
Günter Kaschek-1982-1993
Udo Bellon 1995-2002
Mark Leitner-seit 2002
Die nachfolgenden Angaben sind der Chronik der Bültener Wehr entnommen, sie gleichen nicht immer in Wortlaut und Umfang der Urschrift.
1949 Eine Wirtschaftskasse seitens der Wehr wird nicht mehr geführt, da alle für die Feuerwehr anfallenden Ausgaben von der Gemeinde aabgewickelt werden.
1952 Mit Rücksicht auf den grossen Anteil von Bergleuten bei den Aktiven, die im Schichtbetrieb arbeiten, werden die Übungsstunden auf den Sonntag nach der Frühschichtwoche gelegt.
1953 Trotz des Einsatzes von 8 Wehren vernichtete am 30. März ein Grossfeuer die Scheune des Landwirtes Bruweleit und auf dem Nachbarhof Menzel das Dachgeschoss eines Stalles (An der Kapelle 6b).
1945 Die Wehr erhält im Oktober ein neues Gruppenlöschahrzeug LF 8
1956 Auf dem Dach des neuen Rathauses (Begegnungsstätte) wird eine Alarmsirene installiert.
1957 In der Nacht zum 12. Mai (Pfingsten) brennt das Anwesen des Bauern Karl Brandes an der Teichstraße infolge Brandstiftung bis auf die Grundmauern nieder.
Drei Wehren im Einsatz.
1962 Der Wehr wird der Feuerschutz für das Übertragegelände des Schacht-Emilie übertragen, dafür erhält sie aus Bergbaubeständen weisse "Steigeranzüge" (Dienstanzüge des Aufsichtspersonals in der hiesigen Erzgrube) zur Verwendung für den Übungsdienst.
Durch Erweiterung und Umbauten des Feuerwehrhauses entsteht ein neuer Kameradschaftsraum mit Nebenräumen.
1969 Am 15. November wird die Jugendfeuerwehr gegründet.
1971 Am 26. August brennt die Grote´sche Feldscheune gegenüber dem Friedhof total ab.
Im Juni wird der Wehr ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 8 übergeben.
1975 Im August wüten Waldbrände bei Leiferde und Meinersen im Landkreis Gifhorn.
Die Bültener Wehr kommt am 9. und 10. und vom 12. bis 15. August zum Einsatz. Am 18. Mai bekämpft die Wehr mit 17 weiteren Wehren einen Grossbrand in den Produktionsanlagen der Ilseder Schlackenverwertung.
1981 Die Fahrzeughalle im Gerätehaus wird in Eigenleistung in einen Schulungsraum umgebaut und im Oktober bezogen.
1985 Die Wehr erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8.
Damit erfüllt sie hinsichtlich ihrer Ausrüstung die Mindestanforderung, die an Stützpunktfeuerwehren in Niedersachsen gestellt werden.
Der Brandschutz auf dem Gelände des Gerhard-Schachtes wird der Wehr übertragen, zur Efüllung dieser Aufgabe erhält sie einen Schlauch-Anhänger-Wagen.
1990 Die Stadion-Sporthalle in Groß Ilsede brennt trotz Einsatz aller Ilseder Feuerwehren bis auf die Grundmauern ab. (Der Brand trat unmittelbar vor Beginn eines Fussballturniers des BSC Bülten auf, so dass es noch nicht zu Personenschäden kam).
1992 Das traditionelle Osterfeuer findet aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr statt.
1997 Das Osterfeuer wird wieder von der Feuerwehr ausgerichtet, nachdem die Gründe, die 1992 zur Einstellung geführt hatten, ausgeräumt wurden.
"Die Wehr" muss in diesem Jahr zu 37 Einsätzen ausrücken, am häufigsten wegen Brandstiftung zu den Papier-Sammel-ontainern im Ort.
2000 In der Gemeinde Ilsede soll die Zahl der Stützpunktwehren aus Kostengründen von drei auf zwei verringert werden; das geschlossene Auftreten der Ilseder Wehren mit überzeugenden Argumenten verhindert das.
Die Bültener Wehr ist eine der Stützpunktwehren.
Budgetierung der Ilseder Ortswehren (die Fw kann über Anschaffungen selbst bestimmen) Installierung einer Abgasanlage in der Fahrzeughalle, Grossbrandeinsatz in Klein Ilsede bei Landwirt Franke.
2001 Die in Eigenleistung und mit Unterstützung durch örtlliche Firmen gebaute Garage neben dem Feuerwehrgerätehaus wird in Betrieb genommen.
2002 Im August Einsätze mit einem Gruppenfahrzeug beim Jahrhunderthochwasser an der Elbe.
Aufbau einer Zeltstadt.
36 aktive Mitglieder zählt die Wehr, davon haben 20 eine oder mehrere Qualifikationen.
Die Jugendfeuerwehr hat 24 Mitglieder.
Ende 2002 sind 336 Frauen und Männer Mitglied der Feuerwehr.
Retten-Löschen-Bergen-Schützen, das sind die Aufgaben der Feuerwehr, die laufend den sich ändernden Anforderungen angepasst werden müssen.
Das bedeutet für die Aktiven, neben den wöchentlichen Gruppenübungen an Zusatzausbildungen wie Geräteunterweisung, Atemschutztraining, Gefahrgutbehandlung, Sanitätswesen pp. teilnehmen zu müssen.
In Bülten stellt sich die Feuerwehr auch ausserhalb ihrer eigentlichen Aufgaben in den Dienst des Gemeindewohls und sichert die Umzüge beim Schützenfest und anderen Anlässen, pumpt überschwemmte Keller leer, sammelt von den Gartenbesitzern Holz für das alljährliche Osterfeuer ein.
Und neben all diesen Tätigkeiten kommen Spass und Freude nicht zu kurz: Ausflüge, Grillen, Kameradschaftsabende, Wintervergnügen.
Und dabei werden die Passiven und Familienangehörigen mit einbezogen.
Die Juendfeuerwehr in Bülten
Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Hermann Oelkers war die treibende Kraft, der die Freiwillige Feuerwehr Bülten ihre Jugendfeuerwehr zu verdanken hat.
In Peine und einigen anderen Gemeinden des Kreidsgebietes gab es bereits solche Jugendgruppen, so dass man bei der Vorbereitung zur Gründung, der am 15. November erfolgte, schon auf Bewährtes zurückgreifen konnte.
Elf Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren hatten sich gemeldet, denen von Wolfgang Rühmann, der die Aufgabe des Jugendfeuerwehrwarts übernommen hatte, das nötige Grundwissen vermittelt wurde.
Feuerwehrtechnik, Gefahrenschulung, Unfallverhütung, Erste Hilfe: Dank ihres guten Aushilfsprogramms und eines attraktiven Freizeitangebotes entwickelte sich die Jugendfeuerwehr beständig weiter und zog auch Jugendliche aus Groß Bülten und Solschen als Mitglieder an.
Mit einem Mitgliederbestand von 24 gehörten sie zu den stärksten innerhalb der Ilseder Feuerwehren.
Das Mindestalter beim Eintritt in die Jugendfeuerwehr ist 10 Jahre, nach dem 16. Geburtstag kann der Wechsel zu den Aktiven erfolgen.
Das gilt gleichermassen für Mädchen, von denen 1992 erstmalig zwei aufgenommen wurden.
Das Amt des Jugendfeuerwehrwarts hatte seit der Gründung sieben Kameraden inne.
Nach elf Jahren Dienst in diesem Amt wurde Rolf Henke 1994 anlässlich der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Nachwuchsgruppe von der Landesfeuerwehr Niedersachsen mit der Sankt-Florian_Medaille ausgezeichnet.
Im Ortsbild sind die jungen Feuerwehrleute immer wieder anzutreffen.
Sie reinigen den Bültener Wald von Müll und Unrat; sie sind als Gruppe im Schützenfestumzug vertreten.
Sie beteiligen sich an der Dorf-Olympiade.
Aufgaben und Gliederung der Feuerwehren in der Gemeinde Ilsede
Nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz sind die Wehren zuständig für Menschenrettung, Brandschutzbekämpfung, für Technische Hilfeleistung (bei Verkehrsunfällen, Verschüttungen und Unwetter/ sowie für die Eindämmung und Beseitigung der Folgen von Chemieunfällen.
"Gemäss der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Ilsede" ist die Feuerwehr eine Einrichtung der Gemeinde (also kein Verein im üblichen Sinne) und besteht aus den sechs Ortswehren in Ilsede. Sie wird von dem Gemeindebrandmeister geleitet.
Ihm sind in dienstlichen Angelegenheiten die Ortswehren mit deren Mitgliedern unterstellt.
An der Spitze der örtlichen Wehren stehen die jeweiligen Ortsbrandmeister, denen die praktische Durchführung des Brandschutzes obliegt.
Die Wehren in Solschen, Groß Bülten und Klein Ilsede haben lediglich eine Geräte-Grundausstattung.
Die übrigen, also auch die in Bülten, sind Stützpunktfeuerwehren, die nach dem Brandschutzgesetz mindestens 32 aktive zählen und sowohl mit einem Löschfahrzeug LF 8 wie mit einem Tanklöschfahrzeug TLF 8 ausgerüstet sein müssen.
Quellen: Protokollbücher der Freiwilligen Feuerwehr, Archiv des Ldkr. Peine und Zeitzeugen
© Heimat- und Bergbauverein Klein Bülten von 1997 e.V.
(Text: aus » Bulthem Luttken Bulten Klein Bülten, Die Geschichte des Dorfes Bülten)
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